Schnell erklärt

Was ist das Pfandnetzwerk?


Digitale Pfandtonnen werden vielerorts aufgestellt. Das Pfandnetzwerk kümmert sich um die Vernetzung und das Zusammenbringen aller beteiligten Partner (Aufstellorte, Sponsoren, Entsorger und Verwerter) und koordiniert den Ablauf. Durch Unterstützung von Sponsoren kann den Entsorgern (regionale, soziale Vereine) ein komplettes System rund um die digitalen Pfandtonnen zur Verfügung gestellt werden, bei dem jede gespendete Flasche einen Zugewinn darstellt.

Erweiterte Infos

Welche Probleme bestehen in unserer Gesellschaft? Beim Nachdenken kommt man schnell auf eine Vielzahl von Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen oder auch die Sorgen einiger Mitmenschen, denen es schlechter geht als einem selbst. Dabei haben wir in Deutschland viele tolle Unternehmen, Strukturen, Vereine und sinnvolle Ansätze, um gemeinsam so einiges zu schaffen…

Trotz der immer häufigeren Verwendung von z.B. wiederverwendbaren Edelstahl-Trinkflaschen sind die Einweg- und Mehrwegflaschen aktuell noch nicht wegzudenken. Durch deutsche Pfandsysteme ist die Zurückführung von verschiedenen Flaschen (z.B. aus dem eigenen Haushalt) zum Recyclingkreislauf durch Supermärkte und Getränkemärkte gewährleistet. Doch was passiert mit den einzelnen ToGo-Flaschen, die mal eben am Imbiss oder einem Getränkeautomaten gekauft werden? Diese Pfandflaschen werden oft nicht bei einer Pfand-Annahestelle abgegeben, sondern weggeschmissen.

Unter der Berücksichtigung zahlreicher Aspekte wie Flaschenaufkommen, Passantenströme, Sicherheit, Pfandsammler, Logistikwege usw. werden moderne, digitale Pfandtonnen aufgestellt, die sich harmonisch aber auffällig in die jeweilige Umgebung einfügen. Passanten können sämtliche Pfandprodukte einwerfen und spenden dadurch einem regionalen, sozialen Verein 100% des Pfandwerts. Die durch Unternehmen finanzierten Pfandtonnen erkennen mit ihrer Sensorik die innenliegenden Flaschen und benachrichtigen ab einem gewissen Füllstand den Verein vor Ort bzgl. der einzuleitenden Entleerung. Die Pfandeinnahmen stehen den Vereinen zur Verfügung, um z.B. Gehälter für sozial benachteiligte Menschen zu bezahlen, die dafür einen geregelten Arbeitsalltag erhalten und die Entsorgungslogistik durchführen. Zudem werden natürlich sämtliche Flaschen dem jeweiligen Recyclingkreislauf zugeführt.

Das Pfandnetzwerk kümmert sich um die Vernetzung aller Partner und koordiniert den Ablauf. Durch Unterstützung der Sponsoren kann den Vereinen ein komplettes System zur Verfügung gestellt werden, bei dem jede gespendete Flasche einen Zugewinn für den sozialen Verein darstellt.

Sponsoren

… finanzieren die digitalen Pfandtonnen und stellen diese den sozialen Vereinen zur Verfügung.

Aufstellorte

… sind z.B. Firmengelände, Messen, Bahnhöfe, Shoppingcenter, Freibäder etc.

Entsorger

… sind meist soziale Vereine, die sich um die Entleerung der vollen Tonnen kümmern.

Verwerter

… nehmen die gesammelten Flaschen entgegen und vergüten diese, z.B. Der Grüne Punkt.

Jeder

… ist für das Konzept wichtig. Gerne bei bestehenden Standorten Pfandflaschen einwerfen oder neue Aufstollorte vorschlagen. Danke!

Schon gewusst?

Was darf in die Tonne?


In die Pfandtonnen dürfen alle bepfandeten Behälter eingeworfen werden, egal ob aus Glas, Kunststoff oder Blech.
Es gibt unterschiedliche Pfandsysteme in Deutschland. Durch die manuelle Entleerung und Sortierung der Pfandtonnen ist die Herkunft oder das konkrete Pfandsiegel nicht relevant. Die Pfandbeauftragten sind Profis auf ihrem Gebiet und ordnen die jeweiligen Produkte den korrekten Entsorgungswegen zu.

Die zwei bekanntesten Pfandsystemen sind:

DPG-Pfandsystem

Das DPG-Pfandsystem wird für Einwegflaschen oder -dosen verwendet. Ein mit diesem Logo gekennzeichnetes Produkt ist immer ein Einwegprodukt auf das es 0,25 € Pfand gibt. Häufig wird dieses Logo z.B. bei Kunststoffflaschen aus PET verwendet, die es u.a. im Discounter gibt.

www.dpg-pfandsystem.de

Mehrwegzeichen

Das Mehrwegzeichen ist auf zahlreichen Mehrwegflaschen angebracht – häufig bei PET oder Glasflaschen. Der Pfandbetrag beträgt dabei, in Abhängigkeit von Flaschenart, Flaschenmaterial und Füllvolumen, meist zwischen 0,08 € und 0,15 € je Produkt.

www.mehrweg.org

Neu ab 2024

Seit 2024 gibt es eine Pfand-Pflicht für Milch, Milchmischgetränke und Milchprodukte in Einwegkunststoffflaschen (Milch, Kakao, Kaffee togo, Kefir, Müllermilch, etc) mit je 25 Cent.

Wichtig: Tetrapak und Becher (z.B. Joghurt) haben weiterhin kein Pfand.

Bisherige Aufstellorte

Hier stehen die Pfandtonnen


Die Aufstellorte sind sehr entscheidend für den Erfolg des Konzeptes. Vor jeder Platzierung einer neuen Pfandtonne wird der vorgeschlagene Aufstellort anhand vieler Faktoren geprüft. Hierbei werden das Flaschenaufkommen, die Passantenströme, die Sicherheit, die Situation der Pfandsammler, vorhandene Logistikwege und vieles Weitere geprüft.

Wir sind immer auf der Suche nach interessanten Orten.
Vorschläge können gerne jederzeit HIER gemeldet werden.

Ihr seid eine Bildungseinrichtung? Hier gibts mehr Infos!

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„Die Tonnen sind aufgestellt und wurden auch schon das erste Mal geleert! Klappt alles sehr gut!“
– Deutsche Flugsicherung

Das gespendete Pfand bei der Deutschen Flugsicherung kommt dem Kinderhilfswerk in Langen zu Gute.

„Die Tonnen stehen an den am besten frequentierten Plätzen in der Aula bzw. neben dem Sekretariat. Das Angebot wird sehr gut angenommen.“
– B4 Nürnberg

Regionale Pfandnetzwerke


Überall in Deutschland entstehen regionale Pfandnetzwerke. Melde auch du dich für deine Region und ergänze euer Netzwerk oder starte dadurch ein neues.

Bisherige Partner

Was unsere Partner meinen


Soziale Projekte leben und wachsen durch die wunderbaren Menschen, die sie unterstützen. Hier einige unserer Partner, die unser Pfandnetzwerk so erfolgreich machen.

Für eine lebenswerte Welt

Bei der UmweltBank arbeiten wir jeden Tag daran, eine lebenswerte Welt für uns und kommende Generationen zu schaffen. Wir unterstützen das Pfandnetzwerk, denn es trägt zum Umweltschutz bei, schafft Arbeitsplätze und hilft Menschen in sozialer Not. Kurzum: Ein herausragendes Beispiel, wie man die Welt grüner und zugleich gerechter gestalten kann.

Oliver Pazsch

Pressesprecher

Moderne, nachhaltige Entsorgung

Sehr gerne unterstützen wir den Straßenkreuzer e.V. durch die Finanzierung von zwei Pfandtonnen. Das Pfandnetzwerk bietet eine moderne Möglichkeit der nachhaltigen Entsorgung in Kombination mit sozialer Integration, super!

Daniel Fink

Geschäftsführer

Wenn Plastikflaschen – dann so!

Es freut uns, dass Edelstahl-Trinkflaschen immer beliebter werden. Kauft man unterwegs doch mal vereinzelt Plastikflaschen, dann ist entscheidend was nach dem Austrinken damit passiert… Das Pfandnetzwerk zeigt vorbildlich, wie man Nachhaltigkeit und Soziales miteinander verbinden kann. Pionierleistung, die wir gerne unterstützen!

Lorenz Schreiber

Co-Founder

Sichert Recycling & Arbeitsplätze

Erst Airport, dann Berufsschulen, und nun erobern die ersten Leergut-Behälter öffentliche Bereiche wie den Hauptbahnhof: Das Pfandprojekt des Straßenkreuzers wächst. Das stärkt solidarisches Handeln, sichert eine bessere Recyclingquote – und Arbeitsplätze.

Walter Grzesiek

Vorstand

Weniger Müll auf Nürnbergs Straßen

Mehr Recycling von Wertstoffen sowie eine eigenverantwortliche, sinnstiftende und vor allem eine bezahlte Tätigkeit für die Ehrenamtlichen vom Straßenkreuzer e.V. – es ist eine Win-Win-Situation, die das Pfandnetzwerk anstößt. Die ersten Schritte sind immer die schwierigsten, deshalb unterstützt die Stadt Nürnberg Herrn Overweg gerne und hofft, dass das Konzept bei Sponsoren und natürlich der Bürgerschaft gut ankommt und gut angenommen wird!

Christian Vogel

Bürgermeister

Wir unterstützen mit Freuden

Für uns, Meusel & Beck, ist es eine Ehre, als Partner dabei sein zu dürfen. Wir unterstützen mit Freuden jene, die dank des Projektes ihr bescheidenes Einkommen aufbessern können. Wir dienen gerne der Umwelt, dazu fühlen wir uns seit jeher verpflichtet. Und nicht zuletzt freuen wir uns, wenn jemand unsere technischen Fertigkeiten auf ein spannendes, sozial geprägtes Projekt anwendet. Dafür geben wir gerne unseren guten Namen.

Johannes Hanek

Geschäftsführer

Das passt zu unserer Philosophie!

Wir unterstützen das Pfandnetzwerk gerne. Wir stehen für eine regionale und ganzheitliche Energiewende. Da passt die gelebte Nachhaltigkeit des Pfandnetzwerks – weniger Plastikmüll verbunden mit der Unterstützung eines guten Zwecks vor Ort – wunderbar zu uns und unserer Philosophie.

Heiko Lindner

Leiter
Konzernkommunikation

Häufige Fragen


Ein paar der häufigsten Fragen haben wir hier beantwortet. Falls deine Frage dadurch nicht beantwortet ist, kontaktiere uns gerne über das KONTAKTFORMULAR.

Wie kann ich das Pfandnetzwerk unterstützen?

Ohne die Vernetzung vieler unterstützungsbereiter Personen und Unternehmen, gäbe es kein Pfandnetzwerk. Die Unterstützungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Neben Sponsoren und Aufstellorten, werden ständig auch neue Vereine, Partner, Städte und Regionen gesucht, die gerne ein Teil des Netzwerkes werden wollen. Bei Interesse oder weiteren guten Ideen zu diesem Thema, gerne über das Kontaktformular melden.

Wie finanziert sich das Pfandnetzwerk?

Das Pfandnetzwerk bietet ein funktionierendes Gesamtsystem, welches durch Unterstützer aus der jeweiligen Region finanziert wird. Die Sponsoren -ihnen werden sehr interessante und hochfrequentierte Aufstellorte angeboten- , bewerben mit dem eigenen Logo auf der Pfandtonne ihre Firma. Gleichzeitig unterstützen sie das nachhaltige und soziale Projekt.

Wie kommen wir in unserer Region an eine Pfandtonne?

Es handelt sich beim Pfandnetzwerk nicht nur um hochwertige Pfandtonnen, sondern ein schlüssiges Gesamtkonzept. Um das Thema in einer neuen Region anzugehen, müssen viele Partner dieser Region mit ins Boot geholt werden. Egal ob ihr Interessenten von einer Gemeinde oder Stadt seid, einen Aufstellort anbieten möchtet, mit eurem Verein die Logistik planen wollt oder einfach eine Anregung habt – meldet euch gerne und wir versuchen gemeinsam die Pfandtonnen auch in eure Region zu bringen.

Welche Produkte dürfen in die Pfandtonnen eingeworfen werden?

In die Pfandtonnen dürfen alle Flaschen und Dosen eingeworfen werden. Wichtig dabei ist nur, dass es sich um bepfandete Behälter, beispielsweise aus Glas, Kunststoff oder Blech handelt. Es gibt unterschiedliche Pfandsysteme in Deutschland. Durch die manuelle Entleerung und Sortierung der Pfandtonnen ist die Herkunft oder das konkrete Pfandsiegel nicht relevant. Die Pfandbeauftragten sind Profis auf ihrem Gebiet und ordnen die jeweiligen Produkte den korrekten Entsorgungswegen zu. Die zwei bekanntesten Pfandsysteme sind das DPG-Pfandsystem (Einweg) und das Mehrweg-Zeichen.

Was passiert mit Gegenständen, die eigentlich nicht in die Pfandtonne gehören?

Wir haben bei der Formgebung der Pfandtonne, der Gestaltung und z.B. den runden Einwurfklappen (die man von Glascontainern kennt) darauf geachtet, dass der Zweck eindeutig kommunizert wird. Das Hauptziel war von Beginn an, nicht mit einem Mülleimer verwechselt zu werden, was größtenteils funktioniert. Dadurch haben wir tatsächlich fast ausschließlich Flaschen in den Behältern. Sollte sich dennoch mal etwas anderes hinein verirren, kümmern sich die Pfandbeauftragten um die korrekte Entsorgung.

Wie viel der Pfandeinnahmen kommt tatsächlich bei den sozialen Vereinen an?

Das Pfandnetzwerk bietet ein funktionierendes Gesamtsystem, welches durch Unterstützer aus der jeweiligen Region finanziert wird. Die Pfandtonnen, alle benötigten Informationen, regelmäßige Füllstandsmeldungen und die Nutzung der Plattform wird so den Vereinen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Pfandeinnahmen können zu 100% für die Entsorgungslogistik und damit auch die Bezahlung der Mitarbeiter des Vereins verwendet werden.

Wie wird mit Pfandsammlern umgegangen?

Grundsätzlich bietet das deutsche Pfandsystem eine Möglichkeit für etwas Unterstützung sozial benachteiligter Menschen, denn was für Einige ein Wegwerfprodukt im Centbereich darstellt, kann für Andere eine relevante Einnahmequelle sein. So wird bei der Standortauswahl der Pfandtonnen auf die dortige Situation der Pfandsammler geachtet. Durch das Pfandnetzwerk und weitere gute Aktionen sollte aber das menschenunwürdige Durchwühlen von Mülleimern in Zukunft immer mehr der Vergangenheit angehören. Die sozialen Vereine, mit denen wir zusammenarbeiten, sind „sehr nah an den Pfandsammlern dran“ und somit an der Verbesserung ihrer Lebensumstände interessiert. Sozial benachteiligte Personen können sich an die Vereine wenden und dann ggf. selbst Pfandbeauftragte werden. Somit kommt nicht nur die Pfandeinnahme in die richtigen Hände, sondern es werden neue Chancen durch eine verantwortungsvolle Aufgabe und ein Anstellungsverhältnis geschaffen.

Wie funktioniert die digitale Pfandtonne?

In jeder Pfandtonne befindet sich ein Füllstandssensor mit eigener Stromversorgung. Dieser prüft regelmäßig den Füllstand und übermittelt den jeweils aktuellen Wert in unsere Datenbank. Anhand der Erfahrungswerte der Füllgeschwindigkeit, sind je nach Standort unterschiedliche Warnstufen konfiguriert. Wird eine Warnstufe erreicht, geht eine Benachrichtigung an den Pfandbeauftragten des jeweiligen Vereins, der sich um eine zeitnahe Entleerung kümmert.

Können die Pfandtonnen auch im Außenbereich aufgestellt werden?

Ja. Grundsätzlich sind die Pfandtonnen für den Innen- und den Außenbereich geeignet. Für eine detaillierte Prüfung eines jeden Standortes werden jedoch sehr viele Informationen benötigt, die wir gerne gemeinsam besprechen können.

Wird die Stromversorgung für die digitalen Komponenten der Pfandtonne benötigt?

Nein. Um möglichst flexibel zu sein, hat jede Pfandtonne ihre eigene Stromversorgung. Somit werden keine Anschlüsse benötigt und die Pfandtonnen können z.B. auch auf einem Festivalgelände auf der freien Fläche eingesetzt werden.

Wie häufig werden die Pfandtonnen entleert?

Der Entleerungsrhythmus hängt von vielen Faktoren ab. Z.B. sorgen der Standort, die Jahreszeit, die Spendenbereitschaft und viele weitere Faktoren für ganz unterschiedliche Füllgeschwindigkeiten der Pfandtonnen. Zudem wird durch unsere Plattform eine logistisch sinnvolle Entleerungsroute vorgeschlagen, die auch noch nicht komplett gefüllte Pfandtonnen entleert, wenn diese auf der Route liegen.